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An keinem anderen Ort der Welt ist eine Veränderung von einem Extrem zum anderen so gut zu beobachten wie an Berlins zentralstem Ort, dem Potsdamer Platz. Von 1831 bis zum zweiten Weltkrieg entwickelte er sich zum verkehrsreichsten Platz Europas: 1936 befuhren täglich über 25.000 Autos. 26 Straßenbahnen und 5 Buslinien kreuzten ihn im Minutentakt. 100.000 Menschen überquerten seine 26.000 Quadratmeter.
Im Krieg wurde seine Bebauung zu über 80% zerstört, die Sektorengrenze und der spätere Mauerbau ließen die Berliner Kriegswunde nicht verheilen: Es entstand eine nutzlose Fläche mitten in Berlin. Dieser Zustand hielt 44 Jahre an, bis Berlin durch die Wiedervereinigung sein altes, neues Zentrum wiedererweckt. 1991 gewinnen die Münchner Architekten Hilmer und Sattler den Ideenwettbewerb zur Neugestaltung des 100.000 m² großen Platzes. 1994 ist die Grundsteinlegung für Europas größte Baustelle - das Dienstleistungszentrum Potsdamer Platz mitten in Berlin. Die Bauprojekte der Großinvestoren (DaimerChrysler, Sony und ABB/Roland Ernst) werden durch eine zentrale Baustellenlogistik erfolgreich umgesetzt. |
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Weit über 5 Millionen Besucher aus aller Welt haben den Baufortschritt im den vergangenen Jahren an der sogenannten ´Infobox´ verfolgt. Tausende von Arbeitern verbauen weit mehr als 1,5 Millionen Tonnen Beton.
Am 2.Oktober 1998 wurde "Daimler-City" - ein Komplex aus 19 Gebäuden auf 68.000 m² eingeweiht. Das "Sony-Center" mit sieben Gebäuden und die Park Koloanden von ABB wurde im Sommer 2000 fertiggestellt. Hier ist u.a. der historische, denkmalgeschützte Kaisersaal zu sehen, der für 50 Millionen DM von seinem ursprünglichen Standort um 75m verschoben wurde. Der Platz wird durch einen unterirdischen Bahnhof für S-, U- und Fernbahn zusätzlich zu den Tiefgaragen hervorragend in die Infrastruktur der Stadt eingebunden.
Die Vision des Potsdamer Platzes für die kommenden Jahre: 10.000 Menschen leben und arbeiten hier. Über 100.000 Besucher schlendern täglich durch die Ladenpassagen. Das Leben in den Hotelbars, Restaurants, Großkinos und Theatern soll wieder wie in den 20er und 30er Jahren pulsieren. |