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Anläßlich der Gründung des deutschen Reiches 1871 suchte die Reichsregierung nach einer neuen Residenz. In den Jahren 1884 bis 1894 wurde der Reichstag nach Plänen von Paul Wallot errichtet. Seine politisch turbulenteste Zeit von 1918-1933 als Schauplatz zahlreicher Auseinandersetzungen der ersten deutschen Demokratie: der Weimarer Republik. Die Nazis nahmen 1933 den Reichstagsbrand zum Anlaß, wichtige Grundrechte der Weimarer Verfassung außer Kraft zu setzen - von diesem Tag an stand er leer. In den letzten Kriegstagen wurde er durch starke Bombardements bis auf die Grundmauern zerstört. Die restliche Kuppel wurde 1954 gesprengt. Erst in den 60 Jahren baute man den Reichstag vereinfacht wieder auf.
Direkt an der Mauer liegend beherbergte er bis zur ´Wende´ die Dauerausstellung ´Fragen an die Deutsche Geschichte´.
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1984 strömten 650.000 begeisterte Zuschauer auf das Reichstagsgelände, um vor dieser Kulisse André Hellers Feuerwerk: ´Sturz durch Träume´ zu erleben.
1990 feierte Deutschland im Reichstag seine Wiedervereinigung. Seit dem Hauptstadtbeschluß des Deutschen Bundestages steht das Gebäude wieder im Blickpunkt. Im Sommer 1995 - kurz vor Baubeginn - ´verhüllte´ der Verpackungskünstler Christo für eine Woche den Reichtag: Er wurde somit zum größten Kunstereignis Europas.
Von 1995-1999 wurde er für über 600 Millionen DM nach Plänen des Architekten Sir Norman Foster komplett umgebaut. Er erhielt eine dem Original nachempfundene Glaskuppel und eine komplett neue Innenarchitektur. Heute ist er Sitz des Deutschen Bundestages
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